Kirchweih-Spendenaktion für Altenheim in Rumänien
 

Es war für alle Beteiligten eine ziemliche Überwindung, sich an den Kirchweihtagen, statt zu amüsieren, mit der wichtigen Aufgabe zu befassen, Spenden zu sammeln, für ein Projekt, das dem Vorstand der JU Reichenschwand auf Anhieb imponierte. In einem persönlichen Gespräch mit Pfarrer Peter Gergel aus der evangelischen Kirchengemeinde Groß-Bieberau erklärte er uns die Notwendigkeit der Fahrten, die er und seine Mitarbeiter auf sich nehmen.

Sehr gefreut haben wir uns dann, als unsere "Arbeit", die darin bestand, Kirchweihbesuchern eine Art "Losbude" anzubieten, durch die Rückmeldungen nach der Überweisung des Reinerlöses von über 100 Euro gewürdigt wurde.

Pfarrer Gergel schickte uns Bilder und Zeitungsberichte über seine Mission und die Verwendung unserer Spende. Hier möchten wir allen Mitspielern nochmals danken, unsere Aktion so tatkräftig unterstützt zu haben.

Das Altenheim befindet sich in einem von Deutschen Siedlern 1292 errichteten Siechenheim außerhalb der damaligen Stadtmauern. In den mittelalterlichen Gebäuden befindet sich noch heute das staatliche Altenheim, in dem zur Zeit 110 Bewohner, davon ein Drittel bettlägerig, betreut werden.

Die Hauptlast der Spenden trug die Kirchengemeinde Groß-Bieberau (Hessen) und diverse Firmen (u. a. der RotaryClub Main-Taunus, der die Transportkosten übernahm).
Es wurden Kleider, Schuhe, Bettwäsche, Nachttische und - lampen, Stühle, Geschirr und Besteck, Fernseher und Radios, Teppiche und Bettvorleger, Staubsauger, Kühlschränke, Lebensmittel und einige wichtige Medikamente und medizinisches Gerät nach Rumänien gebracht. Insgesamt rollten ca. 14 Tonnen (!) Hilfsgüter aus Deutschland.
Mit den großzügigen Geldspenden wurden in Rumänien zusätzlich hundert Zentner Kartoffeln, ein Schwein, vier Waschmaschinen sowie diverse Einrichtungsgegenstände gekauft.
Im Gespräch mit Pfarrer Gergel sagte ein älterer Herr: " Der Winter kann nun kommen, nun ist für alles gesort.". Und ein altes Mütterchen habe die Hilfssendung mit den Worten kommentiert: "Daß Sie uns besuchen  und helfen, ist ein Zeichen dafür, daß Gott uns doch nicht vergessen hat.".
Auch die Hermanstädter Zeitung (deutschsprachig!) berichtete über die deutsche Hilfe.
 
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